Dokumenttyp
Anzeige der Dokumente 1-20 von 28
Nächste Seite-
Zimmermann, Florian (Tübingen : Mohr Siebeck, 2012), Dissertation
Philosophische Untersuchungen -Nr. 31 [more][less]Zusammenfassung: Kriminalstrafen fügen den Menschen Dinge zu, die das Rechtssystem eigentlich verhindern soll. Zur Begründung greift man wieder verstärkt auf Vergeltungsauffassungen zurück. Oftmals wird so argumentiert, dass Verbrecher bestraft werden müssen, weil sie es verdienen. Da eine Analyse des Begriffes jedoch zeigt, dass Verdienst keine eigenständige Rechtfertigung liefert, arbeitet Florian Zimmermann drei retributive Argumentationsfiguren heraus, die als Versuche einer Explikation von Verdienst verstanden werden: Vertreter expressionistischere Theorien betonen, dass Unrecht Kritik und Tadel verdiene, deren angemessener Ausdruck die Vergeltungsstrafe sei. Die Anhänger der Würdetheorien erachten die Vergeltungsstrafe als notwendig, um den Wert des Opfers zu bestätigen. Und Verfechter von Fairnesstheorien behaupten: Wer nur die Vorzüge der Vergeltungsstrafe annimmt, erwirbt einen unfairen Vorteil, der retributiv abgenommen werden muss. Da laut Florian Zimmermann neben diesen retributiven auch präventive Argumente fragwürdig sind, stellt sich die Frage nach einem völlig neuen Umgang mit Kriminalität. Dateien zu dieser Publikation: 0
-
Montague, Gerard P. (Frankfurt, M. [i.e. Heusenstamm]; Paris; Lancaster; New Brunswick : Ontos-Verl., 2012), Dissertation[more][less]
Dateien zu dieser Publikation: 0
-
Aidler, Alexandra (Würzburg : Königshausen & Neumann, 2012), Dissertation[more][less]
Dateien zu dieser Publikation: 0
-
gonzalez_komplett.pdf (918.7Kb)Gonzalez Vallejos, Miguel (2011), Dissertation[more][less]
Zusammenfassung: Die Analyse und die Diskussion der Wende im Begriff der praktischen Gesetze bei Kant sind die Ziele, die diese Dissertation verfolgt. Es handelt sich um eine philosophische Untersuchung, die schon lange aussteht, da sich diesem Problem bisher noch niemand gewidmet hat. Hierzu ist es nicht nur erforderlich, den Begriff der praktischen Gesetze zu definieren und seine Wurzeln zu untersuchen; sondern es ist außerdem notwendig, die philosophischen Probleme, die aus dem Begriff der praktischen Gesetze stammen, zu analysieren und, sofern möglich, zu lösen. Diese Probleme sind einerseits in der Rolle der Vernunft als Gesetzgeber und andererseits in Kants Ablehnung der Rolle der Sanktionen im moralischen Gesetzesbegriff zu finden. Dateien zu dieser Publikation: 1
gonzalez_komplett.pdf (918.7Kb) -
Kühnelt, Jörg (Heusenstamm : ontos, 2010), Dissertation[more][less]
Dateien zu dieser Publikation: 0
-
[more][less]
Zusammenfassung: David Lewis hat vorgeschlagen, Modalaussagen de re durch die sogenannte "Counterpart-Relation" zu deuten. Demnach ist es möglich für ein Individuum eine Eigenschaft P zu besitzen gdw. es einen Counterpart des Individuums gibt der die Eigenschaft P besitzt. Counterparts sind dabei mögliche Individuuen. Eine alternative Behandlungsweise derselben Sätze findet sich in der sogenannten Kripke-Semantik. Demnach ist es möglich für ein Individuum eine Eigenschft P zu besitzen, gdw. es eine zugängliche mögliche Welt gibt, in der das Individuum die Eigenschaft P hat. Counterpart-Semantik ist flexibler und scheint metaphysisch weniger voraussetzungsreich (sie setzt z.B. nicht voraus, daß Individuen in verschiedenen möglichen Welten existieren). Die Kripke-Semantik hat dagegen Vorteile in der Semantik der natürlichen Sprache: sie beruht auf den Kernannahmen der sogenannten "Möglichen-Welten-Semantik", des bisher ertragreichsten Frameworks auf dem Gebiet der linguistischen Semantik. Counterpart-Semantik ist hingegen (so wie sie bisher vorliegt) mit diesen Annahmen kaum vereinbar. Ich argumentiere daher für eine Synthese dieser beiden Ansätze. Zunächst motiviere ich die Counterpart-Semantik und verteidige sie gegen den sogenannten Humphrey-Einwand. Dann revidiere ich sie, um den wichtigsten internen Problemen zu begegnen, die sie besitzt. Schliesslich entwickele ich eine Semantik, die formal eine Kripke-Semantik ist, deren wichtigster Begriff "Wahrheit in einer Repräsentation" aber geeignet ist, die Ideen der Counterpart-Semantik einzufangen. Im ganzen Buch spielt der Begriff der qualitativen Eigenschaft eine zentrale Rolle; er wird schliesslich präzisiert und im letzten Kapitel eingesetzt, um die Grenzen des überhaupt Ausdrückbaren zu bestimmen.David Lewis proposed to deal with the semantics of sentences that state what is possible for an individual in terms of possible individuals that are in ways the first individual might have been, so called counterparts of the individual. In this book, I defend counterpart semantics as an approach to the semantics of modality and natural language semantics in particular. Counterpart semantics has a rival, the standard Kripkean semantics that deals with the same sentences in terms of an accessibility relation between possible worlds. While counterpart semantics appears to be more flexible and carries less metaphysical presuppositions (it does not presuppose that I myself exist in various possible worlds, e.g.), Kripkean semantics has some advantages of its own. Most importantly, it incorporates the core assumptions of what may be called standard possible-worlds semantics; i.e. the core assumptions of the most successful framework within linguistic semantics. Counterpart semantics, on the other hand, does not conform to these assumptions, or so I will argue. In this book I opt for a synthesis of these two approaches that allows to combine their advantages. In Chap.1 I introduce the basic idea of counterpart semantics. I defend counterparts against the charge, made by Kripke, that counterparts are irrelevant for the analysis of modality. In Chap. 2 I present the classical version of counterpart semantics, i.e. David Lewis's translation of the language of quantified modal logic into counterpart theory. I discuss some well-known problems and opt for a revision of that translation that is able to solve the problems. Lewis's translation indirectly defines semantical values for expressions of quantified modal logic. In Chap.3 I evaluate counterpart semantics with respect to basic features of possible-worlds semantics. I conclude that the semantical values indirectly assigned to sentences by Lewis's translation are not sets of possible worlds, and that they do not meet certain intuitive demands on notions of meaning and content. (The revisions proposed in Chap.2 do not change this.) In Chap.4 I discuss various versions of a combination of counterpart semantics with Kripkean semantics found in the literature. But I conclude that here, the benefits of the latter are achieved by forfeiting the advantages of the former. Chap.5 finally contains my own proposal how to combine the two approaches in a more satisfactory way. The core semantical notion is truth according to a maximal complete representation, where representations now play the role of worlds. It is an important feature of the counterpart relation that it is qualitative, i.e. a relation in which things stand in virtue how they are. In Chap.1 I point out why it is qualitative, and why it ought to be. In Chap.6 I show how to make the notion of a qualitative property or relation precise. Finally, in Chap.7 I show how to extend this and related notions to predicates and propositions. For counterpart semantics to work at all we have to assume that everything that can be said at all can in principle be expressed in a language with qualitative predicates only (and perhaps, additionally, names, treated directly referentially). In Chap.7 I show how this assumption allows to maintain that the representations of our semantics deserve their name. Dateien zu dieser Publikation: 1
Diss_Kupffer.pdf (559.1Kb) -
Hess, Markus Patrick (Heusenstamm : Ontos, 2009), Dissertation[more][less]
Dateien zu dieser Publikation: 0
-
Kistenfeger, Jens (Heusenstamm : nontos, 2009), Dissertation[more][less]
Zusammenfassung: In jüngster Zeit wird, wie bereits zur Wende zum 20. Jahrhundert, die Objektivität historischer Erkenntnis angezweifelt. In ihren objektivitätsskeptischen Argumentationen stützen sich die vorwiegend postmodern orientierten Autoren auf den essentiell narrativen und perspektivischen Charakter der Geschichtsschreibung. In Historische Erkenntnis zwischen Objektivität und Perspektivität soll historische Objektivität verteidigt werden, ohne sich aber auf eine bloße Destruktion der Objektivitätskritik zu beschränken. Vielmehr müssen einige ihrer Einsichten ernst genommen werden, obschon ihre Schlussfolgerungen nicht bejaht zu werden brauchen. Die Objektivität historischer Erkenntnis wird in dieser Arbeit in einem Zug mit dem perspektivischen Charakter der Geschichte verteidigt. Dateien zu dieser Publikation: 0
-
PhD_Dissertation.pdf (2.586Mb)Sousa, Carlos E. B. de (2009), Dissertation[more][less]
Zusammenfassung: Das Problem des Bewusstseins ist traditionell eine philosophische Fragestellung, die sich darauf bezieht, wie das Gehirn qualitative Zustände hervorbringen kann, die singulär, privat und subjektiv sind. Solche qualitativen Zust¨ande werden als "Qualia" bezeichnet. Sie werden gemeinhin als ein Problem für neurowissenschaftliche Theorien des Bewusstseins angesehen. Dualistische Philosophen behaupten, Qualia seien nicht auf Gehirnzustände reduzierbar, weil Qualia nichtphysikalische Eigenschaften seien, die im Rahmen bewusster Erfahrungen zustande kämen. Funktionalistische und physikalistische Theorien hingegen halten Bewusstsein für eine Leistung des Gehirns. Dualisten kritisieren Funktionalismus und Physikalismus, indem sie darauf hinweisen, dass in deren Erklärungen die Qualia nicht vorkommen. Egal wie vollständig eine physikalistische und funktionalistische Erklärung ist - da sie in der Dritte-Person-Perspektive verfasst ist, werde sie niemals qualitative Zustände erfassen können. Bis vor Kurzem wurde die Bewusstseinsdebatte durch diesen Kritikpunkt blockiert. Neue Erkenntnisse aus den kognitiven Neurowissenschaften deuten jedoch darauf hin, dass Bewusstsein ein Resultat mehrerer miteinander verschränkter Gehirnmechanismen ist. Genauer gesagt werden bewusste Ereignisse von Verbänden neuronaler Netzwerke hervorgebracht, die sich hauptsächlich in der Gehirnrinde befinden. Entgegen dualistischen wie physikalistischen/funktionalistischen Theorien argumentiert dieser Text für die neurophilosophische Hypothese, dass Qualia auf der Neurobiologie sensorischer Systeme basieren. Bewusstsein ist vor allem ein neurobiologisches Phänomen, ein Produkt evolutionärer Prozesse. Daher muss die Erforschung von Bewusstsein und Qualia diesen biologischen Status berücksichtigen. Die zentrale Hypothese dieser Dissertation fußt auf mechanistischen neurobiologischen Erklärungen. Weder der Dualismus noch das physikalistische/funktionalistische Programm nehmen den neurobiologischen Bedingtheit des Bewusstseins zur Kenntnis. Die (hier vertretene) Diagnose ist, dass die traditionellen philosophischen Werkzeuge sich mit dem Lösen erkenntnistheoretischer Probleme erschöpfen. Deswegen nehme ich eine neue Perspektive ein, nämlich die der Neurophilosophie, d.h. der Verschmelzung von Neurowissenschaften und Philosophie. Die sich aus dieser neuen Perspektive ergebende Schlussfolgerung ist, dass Qualia sensorische Qualitäten sind, die jedes bewusste Ereignis begleiten. Qualia sind neurobiologische Phänomene, die phänomenologisch auf der Ebene des Bewusstseins erfahren werden. Drei zentrale Makromechanismen sind verantwortlich und notwendig für die Entstehung von Qualia: (1) sensorische Modalitäten, die zwischen Organismen und ihrer Umwelt vermitteln; (2) der "globale neuronale Arbeitsbereich" (Global Neuronal Workspace) zusammen mit Aufmerksamkeitsprozessen (ein Bewusstseinsraum im Gehirn, der von mehreren miteinander verschränkten neuronalen Netzwerken erzeugt wird); und (3) Erinnerungen auswertende Prozesse (Gedächtnis- und Wertungsprozesse), die den Sinnesinformationen spezifische und singuläre Qualitäten aufprägen. Die Emergenz von Qualia auf der Basis dieser drei Makromechanismen nenne ich "dreifache Modulation". Die Instanziierung von Qualia verdankt sich der Verbindung und Integration dieser neurobiologischen Mechanismen. Ohne sie wäre es unmöglich, Qualia zu erleben. Die Hypothese der Dreifacher Modulation wird von verschiedenen neurowissenschaftlichen Befunden gestützt und kann empirisch überprüft werden. Eine Schlussbemerkung besagt, dass die Mechanismen, die an der Erzeugung von Qualia beteiligt sind, das Produkt evolutionärer Prozesse sind und Organismen dazu befähigen, relevante Informationen aus ihrer unmittelbaren Umgebung aufzunehmen. Bewusstsein ist mit Qualia verbunden, weil bei jeder bewussten Erfahrung spezifische Qualitäten präsent sind. Qualia sind keine besonderen Eigenschaften oder nichtphysikalischen Aspekte des Gehirns, sondern eine evolutionäre Reaktion auf Umweltzwänge, d.h. neurobiologische Mechanismen zum Erkennen von Veränderungen in der inneren und der äußeren Umwelt.The problem of consciousness is a traditional philosophical issue and refers to how the brain can generate qualitative states that are singular, private and subjective. These qualitative states are called 'qualia'. They are supposed to be a problem for a neuroscientic theory of consciousness. Dualist philosophers say that qualia are irreducible to brain states, since qualia are non-physical properties coming about during conscious experiences. On the other hand, functionalist and physicalist theories consider consciousness as a function of the brain. Dualists criticize functionalism and physicalism by pointing out the absence of qualia in their explanations. No matter how complete the physicalist and functionalist explanation is, it will never capture the qualitative states in the third-person perspective. Until recently the debate was blocked by this criticism. However, new findings from cognitive neuroscience suggest that consciousness results from the work of several interconnected mechanisms in the brain. In particular, conscious events are generated by assemblies of neuronal networks localized mainly in the cerebral cortex. Against dualism and physicalist/functionalist theories, this text argues for a neurophilosophical hypothesis of qualia based on the neurobiology of sensory systems. First of all, consciousness is a neurobiological phenomenon, that is a product of evolutionary processes. Therefore, a study about consciousness and qualia must presuppose such a biological status. The main hypothesis of the dissertation is based on neurobiological mechanistic explanations. Dualism and the physicalist/functionalist program do not take into account the neurobiological status of consciousness. To some extent traditional philosophical tools seem to be exhausted in solving epistemological problems, e.g., the problem of consciousness. Therefore, I adopt a new perspective, viz., neurophilosophy, i.e., the unification of neuroscience with philosophy. The conclusion from this new perspective is that qualia are sensory qualities present in every conscious experience. Qualia are neurobiological phenomena experienced phenomenally at the level of consciousness. Three central macro-mechanisms are responsible and necessary for qualia instantiation: (1) sensory modalities, the interface between organisms and the environment, (2) the Global Neuronal Workspace (a conscious space generated in the brain by several interconnected neuronal networks) plus attentional processes, and (3) memory-evaluative systems that imprint into the sensory information specific and singular qualities. I call the emergence of qualia due to these three macro-mechanisms "Triangular Modulation". The instantiation of qualia is possible in virtue of the interconnection and the integration of such neurobiological mechanisms. Without them it would be impossible to experience qualia. The hypothesis of Triangular Modulation is supported by various neuroscientic findings and it can be tested empirically. A final remark is that the mechanisms involved in qualia generation are a product of evolutionary processes which enable organisms to detect relevant information in the immediate environment. Qualia are associated with consciousness since in every conscious experience there are present specific qualities. Qualia are not special properties or non-physical features of the brain, but an evolutionary response to environmental constraints, that is, neurobiological mechanisms for detecting changes in the internal and external environment. Dateien zu dieser Publikation: 1
PhD_Dissertation.pdf (2.586Mb) -
[more][less]
Zusammenfassung: I present and defend a reliabilist explanation of a priori knowledge which fulfils seven plausibility requirements.Ich entwickle eine Erklärung von A-priori-Wissen, die sieben (ebenfalls in der Arbeit entwickelten) Plausibilitätsbedingungen für solche Erklärungen genügt. Dateien zu dieser Publikation: 1
Diss_Morlock.pdf (993.0Kb) -
Mölder, Bruno (Amsterdam [u.a.] : Benjamins Publ., 2007), Dissertation[more][less]
Dateien zu dieser Publikation: 0
-
Zhang_Diss.pdf (958.0Kb)Zhang, Lili (2006), Dissertation[more][less]
Zusammenfassung: Die vorliegende Arbeit ist ein Beitrag zu zentralen Aspekten von Hannah Arendts Philosophie, die in der Arendt-Literatur bisher nur unzureichend berücksichtigt wurden. Die Philosophie Hannah Arendts erweist sich vor allem als eine Kritik der traditionellen Philosophie, die auf einem neuen Begriff des philosophischen Denkens beruht. Philosophie im bisherigen Sinne ist nach Arendt "apolitisch", weshalb auch ihr Denken nicht als eine Wende von der Politik zur Philosophie betrachtet werden kann. Hingegen sucht sie ihre anfänglichen Betrachtungen über die Politik im Sinne einer denkenden Tätigkeit zu reformulieren. Politik wird dabei nicht auf dem Hintergrund der Frage 'was ist das eigentlich Politische?' erläutert, sondern im Rahmen einer Beantwortung der Frage wie ist das politische Denken möglich? untersucht. Dabei dient die Grundannahme, dass es zwischen Politik und Philosophie eine unaufhebbare Spannung gibt, nach wie vor als Leitfaden. Eine wichtige Konsequenz ist, dass Arendt im Denken nicht in der Philosophie den Kern des politischen Handelns sieht und damit Aufschluss über ihre These zum eigentlich Politische gibt.This work contribute to central aspects of Hannah Arendts philosophy, which only insufficiently investigated in the research of Arendt. Hannah Arendts philosophy is at first a criticism of the traditional philosophy, which is based on a new understanding of philosophical thinking. Philosophy in its actual meaning is "apolitical" after Arendt. In this sense, her thinking should not be taken as a turn from politic to philosophy. In her philosophical study, she rather seeks to reformulate her original thinking on politics in the sense of a thinking activity. However, politics are no longer studied under the question "which is the authentic political?", but the question "how is political thinking possible?" And the The basic assumption that there is a tension between politics and philosophy, which is not to be overcomed, serves still as a central guide. An important consequence is that Arendt then sees the core of political action in thinking - not in philosophy. And this view gives her new Inspiration on the theme of authentic politics. Dateien zu dieser Publikation: 1
Zhang_Diss.pdf (958.0Kb) -
Palge, Veiko (2006), Dissertation[more][less]
Dateien zu dieser Publikation: 0
-
Kim_Diss.pdf (1.362Mb)Kim, Su-Yeong (2005), Dissertation[more][less]
Zusammenfassung: 1. The question about the relationship between justice and happiness is the question about the sense of the Republic at all. The Republic begins with the provocative opinion of Thrasymachos: The justice is another s good , therefore nothing else than the advatage of the stronger . This view concerning the relationship between justice and goodness is taken up at the beginning of the book II by Glaucon and Adeimantus and explained with fine conceptual means. In the general opinion the justice is a good, which is worthwhile exclusively for the sake of its consequences. In order to prove the direct relationship between justice and happiness, Plato must therefore show that the justice is worthwhile for the sake of itself. In order to show this, it is necessary to answer the question about the content of the good and the happiness. What is the happiness? In Plato s Republic it is the subject of philosophical reflection from two different points of view: On the one hand from the perspective of desire and on the other hand from the perspective of pleasure. First of all one lives happily, if one s desires can be freely satisfied. The happiness is the satisfaction of the reasonable desires. Furthermore one lives happily, if one leads a trueful pleasant life. In this sense the happiness is something pleasant. Plato wants to show us that the just people, not the unjust, live happily in this double sense. 2. In book IV Plato tries to define the justice as a harmonious satisfaction of different desires. But he can not prove that the just in this sense live happily, because this characterisation of the justice leads necessarily to the problem of the knowledge: The justice in the Platonic sense is not just a psychological condition, in which different desires are satisfied harmoniously, but rather a dynamic hexis, in which the reason as the owner of the knowledge always exercises its rule in the soul. If the contents of the knowledge are not identified exactly, Plato s characterisation of the justice as a kind of harmony and his health analogy are only provisional attempts of proving the happiness of the just. 3. The question, whether the justice gives us the reasonable satisfaction of desires and true pleasures, can be answered therefore only on the basis the inverstigation of the relationship between happiness and knowledge and pleasure. This problem treats Plato in his discussions about the idea of the good in the books V, VI and VII. Plato says that the happiness is identical neither to pleasure nor to knowledge. What then is the happiness? But in the Republic he gives up to examine the nature of knowledge and its object. This may be disappointing, but it is true. The only task for him is therefore to show that the just live happily not because of the reasonable satisfaction of desires, but because of true pleasures. This proof for the true pleasure of the just is finally given in book IX. Plato argue here that the philosophers lead happy lives, because they lead true pleasant lives. The two definitions of the happiness in Plato are not entirely different ones. The pleasure is something which the satisfaction of the desire brings with itself. Therefore the two characterisations of the happiness are two sides of the same medal. But this view of Plato does not seem to be well justified. In so far as the object of the knowledge of the philosophers is not sufficiently determined, one cannot state that the philosophers satisfy their desires reasonably and therefore lead happy lives. We can describe the view of Plato s Republic regarding the relationship between justice and happiness as hedonistic eudamonism. 4. No other Platonic dialogue shows as many references within the book as the Republic. Plato seems to have revised the book over a long time. In order to justify his claim about the relationship between justice and happiness, he had to treat all possible philosophical topics: There we find his moral philosophy, political philosophy, social philosophy, ontology, epistemology, science theory, philosophical anthropology and aesthetics. That is not an indication for his philosophical ambition to represent all important philosophical topics in a book but only for the fact how he thoroughly and consistently continued his laborious philosophical attempt to establish the basis of the morality on the human happiness. Despite his effort it is inevitable to draw the conclusion that the Republic is an unfinished symphony, because it does not offer substantial investigation of the important element of the human happiness, i.e. the problem of the desire and the knowledge.1. Die Frage nach dem Verhältnis zwischen Gerechtsein und Glück ist die Frage nach dem Sinne der Politeia überhaupt. Die platonische Politeia beginnt mit der herausfordernden Ansicht Thrasymachos , das Gerechtsein sei ein fremdes Gut , daher nichts anderes als das dem Stärkeren Zuträgliche . Diese Auffassung bezüglich des Verhältnisses zwischen Gerechtsein und Gutsein wird am Anfang des Buches II von Glaukon und Adeimantos aufgegriffen und mit feineren begrifflichen Mitteln weiter expliziert. Das Gerechtsein sei nach der allgemeinen Ansicht ein Gut, das ausschließlich um seiner Folgen willen erstrebenswert ist. Um die unmittelbare Glückszuträglichkeit des Gerechtseins zu beweisen, muss Platon daher zeigen, dass das Gerechtsein um seiner selbst willen erstrebenswert ist. Um dies zeigen zu können, ist es nötig, die Frage zu beantworten, wie das Gute bzw. das Glück inhaltlich zu bestimmen ist. Was ist das Glück? Es wird bei Platon grundsätzlich aus zwei verschiedenen Blickwinkeln zum Gegenstand philosophischer Reflexion: Einerseits aus der Perspektive des Wollens und andererseits aus der Perspektive der Lust. Erstens lebt man glücklich, wenn man seine vernünftigen Wünsche frei erfüllt. Das Glück ist die Befriedigung des vernünftigen Wollens. Ferner lebt man glücklich, wenn man ein wahrhaft lustvolles Leben führt. In diesem Sinne ist das Glück selber etwas Lustvolles. Platon will uns zeigen, dass der Gerechte, nicht der Ungerechte, in diesem doppelten Sinne glücklich lebt. 2. In Buch IV versucht Platon, das Gerechtsein als eine harmonische Befriedigung der verschiedenen inneren Willensregungen der Menschen zu definieren. Damit kann Platon aber nicht endgültig beweisen, dass der Gerechte im boulematischen Sinne glücklich lebt, weil diese Charakterisierung des Gerechtseins und der damit verbundene Glücksbegriff notwendigerweise zum Problem des Wissens führen: Das Gerechtsein im platonischen Sinne ist kein psychischer Zustand, in dem unterschiedliche Begierden harmonisch befriedigt werden, sondern eher eine dynamische Hexis, in der das Logistikon als das Wissen oder als der Besitzer des Wissens stets seine Herrschaft in der Seele ausübt. Insofern der Inhalt des Wissens nicht genau identifiziert wird, sind Platons Charakterisierung des Gerechtseins als eine Art Harmonie und die damit verbundene Gesundheits-Analogie bloß vorläufige Versuche, das Glück der Gerechten zu beweisen. 3. Die Frage, ob das Gerechtsein uns die vernünftige Befriedigung des Wollens und die wahre Lust gibt, kann daher im Grunde genommen nur anhand der Frage beantwortet werden, wie sich das menschliche Glück zum Wissen und zur Lust verhält. Dieses Problem behandelt Platon in seinen Diskussionen über die Idee des Guten in den Büchern V, VI und VII. Da meint er zunächst, dass das wahre Glück weder mit Wissen noch mit Lust identisch ist. Was ist dann aber seiner Meinung nach das Glück? Platon gibt es in der Politeia auf, das Wesen des Wissens und seines Gegenstandes weiter zu untersuchen. Dies mag enttäuschen, aber es ist wahr. Die einzige Aufgabe für ihn ist deshalb, zu zeigen, dass der Gerechte nicht im boulematischen Sinne, aber im hedonistischen Sinne glücklich lebt. Dieser Beweis für die wahre Lust des Gerechten wird endlich in Buch IX mit den Lust-Beweisen geliefert. Platon behauptet hier, dass die Philosophen als die vollkommen Vernünftigen, daher die vollkommen Gerechten, glücklich leben, weil sie das in Wahrheit lustvolle Leben führen. Letzten Endes sind aber bei Platon die zwei inhaltlichen Bestimmungen des Glücks das boulematische und das hedonistische Glück nicht zwei verschiedene Glücksbegriffe. Die Lust ist etwas, so die Vorstellung, was die Befriedigung des Wollens mit sich bringt. Die beiden Bestimmungen des Glücksbegriffes sind folglich zwei Seiten einer und derselben Medaille. Diese Auffassung Platons scheint jedoch nicht besonders gut begründet zu sein. Wenn der Gegenstand des Wissens der Philosophen nicht hinreichend bestimmt wird, kann man nicht behaupten, dass die Philosophen ihre Begierden vernünftig befriedigen und daher glücklich leben. Alles in allem kann man die Auffassung Platons hinsichtlich des Verhältnisses zwischen Gerechtsein und Glück, wie sie sich in der Politeia zeigt, als einen hedonistischen Eudämonismus charakterisieren. 4. Kein anderer platonischer Dialog zeigt so viele Verweise innerhalb des Buches wie die Politeia. Platon scheint das Buch über eine lange Zeit überarbeitet zu haben. Er hat sich große Mühe gegeben, die vielfältigen philosophischen Argumente in dem Buch konsequent durchzuführen und sie damit in eine klare Einheit zu bringen. Um seine Behauptung über das Glück der Gerechten zu begründen, hat Platon alle möglichen philosophischen Themen behandeln müssen: Da findet man seine Moralphilosophie, politische Philosophie, Sozialphilosophie, Ontologie, Epistemologie, Wissenschaftstheorie, philosophische Anthropologie bis hin zur Ästhetik. Das ist nicht ein Zeichen für den philosophischen Ehrgeiz, alle wichtigen philosophischen Themen in einem Buch systematisch darzustellen, sondern nur dafür, wie gründlich und konsequent er seinen mühsamen philosophischen Versuch fortgesetzt hat, die Grundlage der Moral auf der Basis des menschlichen Glücks zu errichten. Trotz seiner Mühe ist es unvermeidlich, den Schluss zu ziehen, dass die Politeia im Grunde eine unvollendete Symphonie geblieben ist, weil sie über eine wichtige Seite des menschlichen Glücks, nämlich über die Problematik des Wollens und Wissens, keine substantielle Untersuchung bietet. Dateien zu dieser Publikation: 1
Kim_Diss.pdf (1.362Mb) -
[more][less]
Zusammenfassung: The dissertation defends the thesis that the mind-body problem arises against the background of the elimination of the manifest physical world, and that the only satisfactory response to it is to take back that elimination and thus to dissolve the problem. Various materialist and dualist responses are shown to be inadequate. They are only different forms of ontological fundamentalism physics fundamentalism and consciousness fundamentalism that lead to ultimately meaningless metaphysical constructions. By contrast, on the ontologically pluralist view outlined here, the fact that the entire spatiotemporal world has a physical microstructure is compatible with a naive realism with regard to both the manifest physical world and to consciousness. We only need to ascribe physical microstructures to both while identifying neither with these structures. After an introduction that identifies the elimination of the manifest physical world in modernity as the metaphysical background of the mind-body problem and describes the dilemmatic situation created by the typical reactions to it, the first chapter attempts to clarify what consciousness is. The second chapter then discusses some of the standard formulations of the so-called puzzle or mystery of consciousness. It is shown that these cannot be transformed into a genuine, answerable question. The notion that other macrophenomena can be explained much better than consciousness, perhaps even in a completely transparent way, is revealed to be an illusion, an artefact of the tacit elimination of the manifest physical world. In the third chapter, the thesis that consciousness has spatial properties is defended against various forms of skepticism. The fourth chapter begins the debate with the mind-body identity theory by discussing various positions on identity statements in the philosophy of language. This discussion leads to the conclusion that the idea of informative identity statements is meaningless. On this basis, the notion of an empirically contentful so-called scientific identification of consciousness phenomena with their neuronal correlates is criticized in the fifth chapter. The sixth chapter argues that it is possible to dissolve the problem of mental causation if a physiological and ultimately also a microphysical structure is ascribed to consciousness. In a concluding reflection it is explained what it means that the present suggestion amounts to a dissolution rather than a solution of the traditional mind-body problem.In dieser Arbeit wird die These vertreten, dass das Leib-Seele-Problem vor dem Hintergrund der Elimination der manifesten physischen Welt entsteht und die einzig befriedigende Reaktion darauf nur sein kann, diese Elimination wieder rückgängig zu machen und das Problem damit aufzulösen. Materialistische und dualistische Reaktionen werden als unzulänglich erwiesen. Sie sind nur verschiedene Formen eines ontologischen Fundamentalismus Physikfundamentalismus und Bewusstseinsfundamentalismus der zu letztlich sinnlosen metaphysischen Konstruktionen führt. Dagegen ist nach dem hier vertretenen ontologischen Pluralismus die Tatsache, dass die gesamte raumzeitliche Welt eine physikalische Mikrostruktur hat, mit einem naiven Realismus sowohl in Bezug auf die manifeste physische Welt als auch in Bezug auf das Bewusstsein vereinbar. Wir müssen nur beiden eine physikalische Mikrostruktur zuschreiben ohne sie mit dieser zu idenfizieren. Nachdem in der Einleitung die Elimination der manifesten physischen Welt in der Neuzeit als der metaphysische Hintergrund des Leib-Seele-Problems identifiziert und die durch die typischen Reaktionen darauf entstehende dilemmatische Ausgangssituation beschrieben worden ist, klärt das erste Kapitel, was Bewusstsein ist. Im zweiten Kapitel werden dann einige gängige Formulierungen des so genannten Bewusstseinsrätsels vorgestellt. Es wird gezeigt, dass diese sich nicht in eine wirklich beantwortbare Frage transformieren lassen. Die Vorstellung, dass sich andere Makrophänomene wesentlich besser erklären lassen als das Bewusstsein, oder gar in vollständig transparenter Weise, wird als Illusion, als Artefakt der stillschweigenden Elimination der manifesten Welt erwiesen. Im dritten Kapitel wird die These, dass das Bewusstsein räumliche Eigenschaften hat, gegen verschiedene Formen der Skepsis verteidigt. Im vierten Kapitel beginnt die Auseinandersetzung mit der Identitätstheorie mit einer Diskussion sprachphilosophischer Positionen zu Identitätsaussagen, die die These begründet, dass die Vorstellung informativer Identitätsaussage sinnlos ist. Auf dieser Grundlage wird im fünften Kapitel die Vorstellung einer empirisch gehaltvollen so genannten wissenschaftlichen Identifikation von Bewusstseinsphänomenen mit ihren neuronalen Korrelaten kritisiert. Im sechsten Kapitel wird gezeigt, dass sich das Problem mentaler Verursachung auflösen lässt, wenn man Bewusstseinsphänomenen eine physiologische und letztlich auch physikalische Mikrostruktur zuschreibt. In einer Schlussbetrachtung wird erläutert, warum der Vorschlag in dieser Arbeit eine Auflösung statt einer Lösung des Leib-Seele-Problems darstellt. Dateien zu dieser Publikation: 1
DISS_Michael_Schmitz.pdf (1.004Mb) -
[more][less]
Zusammenfassung: In dieser Arbeit liegt der Fokus auf der Produktion, Distribution, Rezeption und der inhaltlichen Essenz von Unterhaltungsmusik der Jahre 1933-45 im Kontext der nationalsozialistischen Kulturpolitik sowie der mediengeschichtlichen Kontinuitäten und Brüche. Um eine Verortung der Produktion und Distribution von Unterhaltungsmusik im nationalsozialistischen Machtapparat zu vollziehen, sind personelle und institutionelle Kontrollen und Maßnahmen sowie legislative Entscheidungen in ihren Funktionsweisen und Wirkungen vorzustellen und dabei auf eventuelle Machtverschiebungen und Dysfunktionalitäten zu prüfen. Mit welchen Erwartungen und Hoffnungen blickte eine in diverse Verbände zersplitterte und von der wirtschaftlichen Notlage besonders betroffene Musikerschaft der staatlichen Neuordnung des deutschen Musiklebens entgegen? Welche Forderungen hatte die neu gegründete Reichsmusikkammer (RMK) nach Meinung der Musiker zu erfüllen? Durchgängig zentral steht der inhaltliche Aspekt von Unterhaltungsmusik im Dritten Reich. Wie klingt populäre Musik in einer Zeit, die wir mit Diktatur und Verfolgung, mit Krieg und Völkermord verbinden? Der Unterhaltungsmusik wurde während des gesamten Dritten Reiches ein ungeheures öffentliches Interesse zuteil, das sich in beständig und selten einheitlich und stringent geführten Debatten seitens der Produzenten und Rezipienten über Vergangenheit und Zukunft, Zustand und Ziel, Versagen und Nutzen deutscher Unterhaltungsmusik manifestierte. Die heftigsten Diskussionen über deutsche und undeutsche Elemente in der Musik, über den Einfluss internationaler Kulturimporte und über einen Umgang mit den musikalischen Sünden der Systemzeit siedelten sich um die Themen Schlager, Tanz- und Jazzmusik an. Hier ist die Erfolgsgeschichte des Schlagers vom (durch seinen Warencharakter als jüdische Mache verunglimpften) kommerziellen Musikstück über seinen Dauereinsatz im Film, seine Förderung und Instrumentalisierung im Krieg bis hin zu seinem Nachleben in der Gegenwart ebenso zu untersuchen, wie die Karriere der Neuen Deutschen Tanzmusik , die sich über endlose Definitionsversuche und Abgrenzungen zum sogenannten Niggerjazz schließlich gegen eine beständige Kritik etablieren konnte und im intensivierten Einsatz im Kriegsprogramm des Großdeutschen Rundfunks, des Auslandsrundfunks und der Soldatensender Akzeptanz und Funktionalisierung erfuhr. An diese beiden Diskussionsverläufe lagern sich diverse Exkurse und inhaltliche Vertiefungen an: Wie arrangierte sich die deutsche Unterhaltungsmusikerschaft, die sich während der 1930er Jahre in einem erbitterten Kampf gegen den wirtschaftlichen Abstieg und für den sozialen Aufstieg befand, mit den verlockenden Angeboten der Nationalsozialisten für eine verstärkte Nutzung der Populärkultur? Wie vollzog sich die Suche nach einem neuen künstlerischen Selbstbewusstsein der Unterhaltungsmusiker? Ursprünglich um eine Niveauhebung der Unterhaltungsmusik angesichts des nach wie vor arroganten Standesdünkels der tendenziell konservativen Führungsebene der RMK bemüht, verlieh erst die offizielle Rekrutierung der leichten Musik für den Kriegseinsatz dem Selbstbewusstsein der Musikerschaft entscheidenden Auftrieb. Wie verliefen Produktion und Rezeption der neuen Kampf- und Soldatenlieder, die in ihrer Popularität und teilweise auch in ihrer Nutzung (Tanz!) oft Schlagerstatus erreichten? Was legte den Grundstein für den wohl wichtigsten Schlagermythos der Kriegszeit, den Aufstieg der Lili Marleen an allen Fronten? Welchen Stellenwert nahm Unterhaltungsmusik im Kontext der zielgruppenspezifischen Hörerbindung an den deutschen Inlandsrundfunk, sowie der Programmgestaltung der Auslands- und Soldatensender ein? Wie vollzog sich die Genese des Wunschkonzerts zu einer der erfolgreichsten Sendungen des Großdeutschen Rundfunks? Was war das Bemerkenswerte an der Goebbels-Gründung Deutsches Tanz- und Unterhaltungsorchester (DTUO), jenem Vorzeigeorchester der deutschen Rundfunktanzmusik? Welcher Stellenwert wurde 1936 dem Swing als gemäßigter, melodiöser Form der Jazzmusik zugesprochen, und wie kam es zu der raschen Folge lokaler Verbote für den Swingtanz? Wie und warum nutzten Jugendliche moderne Tanzmusik meist angloamerikanischer Herkunft als Ausdruck individueller Widerständigkeit? Als grundlegender Aspekt zieht sich die Vorstellung einer strukturell bedingten Ausbildung der Massenunterhaltungskultur zur Basiskultur der Gesellschaft durch, eine Entwicklung, an die die nationalsozialistische Politik beständige Anpassungsleistungen erbringen musste. Zudem steht die Frage nach Kontinuität und Diskontinuität im Umgang mit bestehenden Standards und internationalen Einflüssen zentral.The book deals with production, distribution, reception and content of popular music in the Third Reich era including the context of national-socialist politics towards culture. - 1) Popular Music and popular culture the raising of mass culture and its meaning for popular music. How can you define popular music? How does mass culture come into the society polarizing it? What happens when totalitarian politics clashes with popular mass culture? - 2) Popular music is bound to national socialist politics and its institutions: Reichs Music Chamber, Ministry of Propaganda etc. How has the Reichs Music Chamber been founded and how do the musicians react? What are the hopes and wishes of the musicians for a national socialist future? The popular musician gets the possibility for a great career and a way out of social nowhere. - 3) The German Schlager (hit) has been discovered for politics in a process. There is a certain development from heavy ideological resentments to popular music devoted to the Fuehrer . Even German marching music and popular soldiers songs have been very much influenced by the civil Schlager . - 4) There is a certain development from forbidding nigger jazz in German radio to accepting swing music and even supporting such kind of dancing music during the war. - 5) Popular music in the German radio of the national socialist era has a special history. How did the famous Wunschkonzert work and how was the Wunschkonzert adapted to the needs of the war? How did the war changed the program? What kind of music did the broadcast stations of the Wehrmacht prefer to keep the soldiers on air? The German Dance- and Entertainment Orchestra (DTUO) has been founded as a big band financed by the state to represent Germany. The music was quite modern, mostly fox and swing. Charlie and his Orchestra was the name of a band organized by the Ministry of Propaganda which made up-to-date swing music with texts written for propaganda issues. - 6) What is the relation between propaganda and popular music? Is it the perfect fit? Did Goebbels just take the popular music and used it for the purpose of propaganda? Or happens the adaptation of popular music by the national socialism in a not determined, process-related way? Is there a national socialist popular music or a popular music during the Third Reich? Dateien zu dieser Publikation: 1
Jockwer.pdf (4.429Mb) -
birk.pdf (946.7Kb)Birk, Andrea (2004), Dissertation[more][less]
Zusammenfassung: Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob und wenn ja wann Wittgenstein Solipsist war. Der Standardinterpretation, nach der Wittgenstein im Tractatus eine solipsistische Position vertrete, die er dann in den Philosophischen Untersuchungen verwerfe, werden heute extremere Ansichten entgegengehalten: Wenn die Einen behaupten, Wittgenstein sei nie Solipsist gewesen, meinen anderen, er habe Zeit seines Lebens eine solipsistische Auffassung vertreten. Derartig divergierende Urteile kommen vor allem deshalb zustande, weil der Philosoph den Terminus Solipsismus nicht immer eindeutig verwendet. Manchmal, besonders in der Spätphase, scheint er das einsame Ich der idealistischen Tradition zu meinen, das, die Welt ausgrenzend, nur von sich selbst behauptet, es existiere. Andere Male, hauptsächlich in der Frühphase, denkt er wohl eher an eine Form des Solipsismus, bei dem das Subjekt die Distanz zur Welt aufhebt, diese eingrenzt, zu meiner Welt macht und dabei die existentielle Frage nach dem richtigen Verhältnis von Ich und Welt angemessen zu beantworten sucht. Die Zielsetzung der Arbeit besteht darin zu zeigen, dass Wittgenstein sich mit den kritische Bemerkungen aus dem Spätwerk gegen die erkenntnistheoretische Position des ausgrenzenden Solipsismus wendet, die er selbst nie eingenommen hat, und dass er im Tractatus eine eingrenzende Form des Solipsismus vertritt, die er in der Zwischenphase schrittweise modifiziert. Dadurch verliert diese Position in den Philosophischen Untersuchungen schließlich den Ausschließlichkeitscharakter, der ihr ursprünglich zugestanden wird, erhält jedoch eine neue Bedeutung als weltanschauliches Bild. Die Untersuchung gliedert sich in drei Teile: Im I. Teil geht es vor allem um die Darstellung der spezifischen Form des Solipsismus in der Frühphilosophie, um den historischen Hintergrund, vor dem sie verständlich wird, sowie um ihre sprachphilosophische Aufarbeitung im Rahmen des logisch-analytischen Denkens, dem Wittgenstein in jungen Jahren verpflichtet ist. Der II. Teil behandelt die Zwischenphase, die sich nicht nur als eine Suche nach einem neuen Sprachverständnis gestaltet, sondern auch als ein ständiges Bemühen um eine angemessene Antwort auf die existentielle Frage nach dem richtigen Verhältnis von Ich und Welt. Dabei ändert Wittgenstein seine Position bezüglich des Solipsismus wiederholt: Dem anfänglichen Versuch, den Solipsismus phänomenologisch zu retten, folgt eine eher kritische Phase im Rahmen der Überlegungen des Big Typescript, die jedoch kurze Zeit später ganz entscheidend modifiziert wird in der Übergangsarbeit zur Spätphilosophie, dem Blauen Buch. Der III. Teil ist den Philosophischen Untersuchungen gewidmet, in denen Wittgenstein sich darum bemüht, den unterschiedlichen Facetten, die der Terminus Solipsismus philosophiehistorisch aufweist, im Rahmen seines neuen therapeutischen Philosophiekonzepts gerecht zu werden. Einerseits spricht er sich dabei im sogenannten Privatsprachenargument gegen die epistemische Variante des nur um sich selbst wissenden Subjekts aus, andererseits setzt er ganz deutliche Zeichen dahingehend, dass er der eingrenzenden Form des Solipsismus in eingeschränkter Form eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zuspricht, die vor allem an den Überlegungen zur übersichtlichen Darstellung (PU 122) und zum visuellen Zimmer (PU 398) festgemacht werden können.Was Wittgenstein a solipsist? Different interpreters of his work give completely divergent answers to that question. There is the traditional answer that Wittgenstein puts forward a solipsistic position in the Tractatus which he abandons later, in the Philosophical Investigations. But there are also two more extreme interpretations: one that Wittenstein never was a solipsist, neither in the Tractatus nor in the Philosophical Investigations; the other is, that the philosopher was always a solipsist, not only in his earlier but also in his later philosophy. The divercency of opinions is in part Wittgenstein's own fault because the significance he gives to the word solipsism , is not constant during his philosophical development. Sometimes, especially in the later philosophy, he seems to mean the solitary ego of the idealistic tradition, that asserts Only I exist emphasing the distance between the ego and the world. Sometimes, especially in the early philosophy, Wittgenstein means a different type of solipsism in which the subject cancels the boundaries between itself and the world, seeing then the world as my world . In the Tractatus this view of the world is strictly related to the existential question of seeing the world aright. In my thesis I want to show that Wittgenstein in his later philosophy criticizes the epistemological solipsism he never defended before, and that he defends in his earlier philosophy a type of solipsist view of the world as my world he never completely abandons later. Between 1929-36 Wittgenstein modifies the position renouncing more and more to its exclusive importance as the only right view of the world. Finally, in the later philosophy solipsism becomes an metaphysical picture or a metaphor which expresses an personal attitude or even a Weltanschauung . The thesis is divided in three parts: Part I describes the specific form of solipsism in the Tractatus, its historical background and the analytical frame in which Wiitgenstein puts all of his thought in the early philosophy. Part II treats the time between 1929-36 when Wittgenstein tries to find a new concept of language and moreover an actual answer to his old existential question regarding the right view of the world. His concept and opinion of solipsism changes continuously. At the beginning he wants to save solipsism as a phenomenological position, later, in the Big Typescript he becomes quite critical about, and finally, in the Blue Book, he develops the base for the solipsism which is defended in the Philosophical Investigations. Part III shows Wittgenstein's opinion of solipsism on the background of his later concept of philosophy as therapy. In the Philosophical Investigation there are two main arguments: one is the private language argument, which is Wittgenstein's critic of the epistemological form of solipsism, and the other is developed in the paragraphs about the overview (PI 122) and about the visual room (PI 398) where Wittgenstein gives to his old solipsistic thought a new therapeutic form. Dateien zu dieser Publikation: 1
birk.pdf (946.7Kb) -
Scientific_Realism.pdf (783.5Kb)Dudau, Radu (2002), Dissertation[more][less]
Zusammenfassung: This is a defense of the doctrine of scientific realism (SR). SR is defined through the following two claims: (i) Most essential unobservables posited by the well-established current scientific theories exist independently of our minds. (ii) We know our well-established scientific theories to be approximately true. I first offer positive argumentation for SR. I begin with the so-called 'success arguments' for SR: 1) scientific theories most of the times entail successful predictions; 2) science is methodologically successful in generating empirically successful theories. SR explains these facts via inference to the best explanation (IBE). I combine Hacking's experimental argument for entity realism with Salmon's common-cause principle. I take entity realism to be foundational to SR: one may believe in the existence of some theoretical entities without believing in any particular theory in which these are embedded. Its motivation comes from experimental practice, where the manipulation of these entities often relies on incompatible theoretical accounts. The underdetermination (UD) topic is thereafter discussed. Several attempts to distinguish between an observable and an unobservable realm are critically discussed, as well as the possibility that for any given theory, there are empirically equivalents generated by means of algorithms. I present extensive argumentation to the effect that such algorithmic rivals are not to be taken seriously. Social constructivism (SC) is being critically treated. I proceed by distinguishing between a metaphysical, a semantic, and an epistemic variant of SC. I conclude that only a moderate metaphysical constructivism can stand on its own feet. Its claim is merely that some facts about the world are socially constructed. I finish with a plea for a selective SR, able to do justice to the presence of both instrumentalism and modest constructivism in scientific practice. Dateien zu dieser Publikation: 1
Scientific_Realism.pdf (783.5Kb) -
HuberDissErfurt.pdf (906.9Kb)Huber, Franz (2002), Dissertation[more][less]
-
Diss_Fintz.pdf (835.8Kb)Fintz-Müller, Anette (2002), Dissertation[more][less]
Zusammenfassung: Viktor Frankl, founder of Logotherapy and its theoretical basis, Existential Analysis, was convinced of the importance of philosophical anthropology for any form of psychotherapy. This dissertation explores the influence of Jaspers Existential Philosophy on Frankl s concepts. The thesis emphasizes the importance of philosophy in practicing psychotherapy/counselling/coaching, and discusses both the possibilities and the limitations of so-called Philosophical Counselling. Using case studies the thesis connects Logotherapy with Systemic Therapy, which in its theory involves Constructivism. The central issue of Logotherapy is the question of meaning. In this context the positions of Ayer and Meggle both analytical theories are discussed. Until now Systemic Therapy and Logotherapy were considered strictly seperate fields; the same can be said for Existential Philosophy and Analytical Philosophy. In respect to therapeutic practice these boundaries are overcome. Frankl s philosophical argumentation is analysed. Although Scheler s philosophy is said to be the most important one for Frankl, this dissertation clearly describes the close relationship between his Existential Analysis and Jasper s Existential Philosphy. Jaspers view of man is interpreted and used as a tool to clarify and criticize philosophical points in Existential Analysis. The author develops progressive ideas based on Frankl s concepts, thus conceiving new therapeutic methods and establishing connections between different philosophical schools of thought. This leads to a dynamic balance between philosophy as a strict discipline of logical thinking and psychotherapy/coaching as an art, which can only partly be based on science. Counselling takes place in an uncalculable, non-logical context. It is not just a matter of explaining but of understanding. Therefore it must focus on what in the author s opinion is the centre of Existential Philosophy: man as existence, as a free and responsible being.Viktor Frankl, Gründer der Logotherapie und ihrer theoretischen Fundierung Existenzanalyse , war von der Bedeutung der philosophischen Anthropologie für jede Form der Psychotherapie überzeugt. In der vorliegenden Dissertation werden Frankls Theorie und Praxis auf ihre existenzphilosophischen Wurzeln bei Karl Jaspers hin untersucht. Dabei wird die Bedeutung der Philosophie für die Beratungspraxis allgemein (Psychotherapie, Beratung, Coaching), sowie die Möglichkeiten und Grenzen einer philosophischen Praxis im besonderen dargelegt. In Fallbeispielen wird logotherapeutische Beratung mit der dem Konstruktivismus nahestehenden Systemischen Therapie verbunden. Im Kontext der für Frankl zentralen Frage nach dem Lebenssinn werden Thesen von Ayer und Meggle, beide Vertreter der Analytischen Philosophie, diskutiert. Mit dieser Bezugnahme auf zwei aktuelle philosophische Richtungen vor dem Hintergrund der Praxis werden bislang gezogene Grenzen zur Existenzphilosophie und zur Existenzanalyse überschritten. Obwohl Schelers Philosophie oft als wichtigste Grundlage für Frankls Anthropologie gilt, werden in der Dissertation bislang unbeachtete, aber enge Bezüge zu Jaspers Existenzphilosophie herausgearbeitet. Trotz der Verbindungen von Frankl zu Jaspers zeigen sich mancherorts Grenzen in Frankls philosophischer Argumentation. Die Autorin greift Frankls Konzepte auf und unternimmt teilweise eine Weiterführung bzw. Aktualisierung derselben. Dies führt zu einem Grenzgang zwischen Philosophie als strenger Disziplin des Denkens und der Beratungspraxis als Kunst, die sich nur teilweise auf exakte Wissenschaften beziehen kann. So werden neue Beratungsmöglichkeiten und philosophische Verknüpfungen vorgeschlagen. Beratung von Menschen steht immer auch in einem Horizont des Verstehbaren, des nicht-Berechenbaren; hier muß das in den Blick genommen werden, was die Autorin als Anliegen der Existenzphilosophie interpretiert: der Mensch als Existenz, als freies und verantwortendes Wesen. Dateien zu dieser Publikation: 1
Diss_Fintz.pdf (835.8Kb)
Anzeige der Dokumente 1-20 von 28
Nächste Seite