Open Access Erklärung

Unter Open Access ist ein zukunftsweisendes Publikationsmodell zu verstehen, das wissenschaftliche Inhalte über das Internet frei zur Verfügung stellt. Der Zugang zu den Veröffentlichungen unterliegt keinen finanziellen, rechtlichen oder technischen Beschränkungen. Gemäß der Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen muss eine Publikation nach dem Open Access Prinzip die folgenden zwei Bedingungen erfüllen:

  • "Die Autoren und Rechteinhaber solcher Veröffentlichungen erteilen allen Benutzern das freie, unwiderrufliche und weltweite Zugangsrecht und die Erlaubnis, die Veröffentlichung für jeden verantwortlichen Zweck zu kopieren, zu benutzen, zu verteilen, zu übertragen und abzubilden unter der Bedingung der korrekten Nennung der Urheberschaft (wie bisher werden die Mechanismen der korrekten Berücksichtigung der Urheberschaft und der verantwortlichen Nutzung durch die Regeln der wissenschaftlichen Gemeinschaft zur Geltung gebracht) sowie das Recht, eine beschränkte Anzahl gedruckter Kopien für den persönlichen Gebrauch zu machen." "Eine vollständige Fassung der Veröffentlichung samt aller zugehörigen Begleitmaterialien wird zusammen mit einer Kopie der oben erwähnten Erlaubnis in einem geeigneten elektronischen Format auf mindestens einem online zugänglichen Archivserver mit geeigneten technischen Standards (wie die von Open Archive) hinterlegt und damit veröffentlicht. Der Archivserver muss betrieben werden von einer wissenschaftlichen Institution oder Gesellschaft, einer öffentlichen Institution oder einer anderen etablierten Organisation, die das "Prinzip des offenen Zugangs", uneingeschränkte Verbreitung, Interoperabilität und Langzeitarchivierung zu verwirklichen sucht."

In Übereinstimmung mit dem Leitbild unserer Universität geht Open Access von dem Grundsatz aus, dass es einen freien gleichberechtigten Zugang aller Menschen zu den Ergebnissen des wissenschaftlichen Arbeitens geben sollte. Open-Access-Veröffentlichungen erreichen einen hohen Grad an allgemeiner Zugänglichkeit und Verfügbarkeit. Es ist belegt, dass sie häufiger gelesen werden als Publikationen mit Zugangsbeschränkungen, so dass die Wissenschaftler/innen der Universität mit ihren Leistungen deutlicher wahrgenommen werden.

Das Rektorat der Universität strebt eine Volltextbibliografie an, die alle wissenschaftlichen Publikationen aller Wissenschaftler/innen der Universität Konstanz umfassen soll. Die Universität Konstanz fordert daher ihre Wissenschaftler/innen auf, ihre wissenschaftlichen Publikationen als Open Access Publikationen bereitzustellen (Schreiben des Rektors 13.01.2009). Möglichkeiten Arbeiten im Sinne von Open Access zu veröffentlichen bieten die mittlerweile vielfältig vorhandenen fachspezifischen Dokumentenserver oder Open Access Zeitschriften und das Konstanzer Online-Publikations-System (KOPS). KOPS ist das Institutional Repository der Universität Konstanz und wird als Service von der Bibliothek der Universität angeboten. Den Angehörigen der Universität wird damit eine Publikationsplattform angeboten, auf der sie leicht und ohne großen Aufwand wissenschaftliche Publikationen öffentlich machen können. Es können sowohl Primärveröffentlichungen (z. B. Schriftenreihen eines Fachbereiches) als auch Sekundärveröffentlichungen (z. B. Postprints als Parallelpublikationen zu Zeitschriftenaufsätzen) elektronisch publiziert werden.

Die Universität Konstanz ermutigt nachdrücklich alle Wissenschaftler/innen, beim Abschluss von Autorenverträgen mit wissenschaftlichen Verlagen auf die Verwertungsrechte der elektronischen Versionen zu bestehen. Die Bibliothek bietet dazu Beratung und Unterstützung an.