Jedes komiktheoretische Unternehmen begegnet folgenden Einwänden:
1. "Gleich, ob Komiktheorie eher die Motivation des lachenden Subjekts oder eher die Beschaffenheit des lächerlichen Objekts behandelt, versucht sie doch immer, einen Affekt (das Lachen) unter einen - notwendig inkompatiblen - Begriff zu subsumieren. Die Fragwürdigkeit dessen zeigt sich schon darin, daß die graduellen Unterschiede des Lachens (Schmunzeln, Wohlgelauntheit, Heiterkeit, schallendes Gelächter) komiktheoretisch überhaupt nicht erfaßt werden."
2. "Komiktheorie geht unausgesprochen - und aus empirischer Sicht gänzlich unberechtigt - vom durchschnittlichen, gesunden, nor-malen, hellwachen Erwachsenen aus. Das Lachen eines Kindes, eines Wahnsinnigen, eines Betrunkenen ist komiktheoretisch irrelevant."
3. "Alle Komiktheorien beziehen sich auf eine Norm, die vom Komischen verletzt wird. Der ständige Normenwandel, den niemand leugnen wird, erzwingt somit eine ständige Neuformulierung der letztlich in die Beliebigkeit entgleitenden Komiktheorien."
Aus der Perspektive der vorliegenden Arbeit ist hierauf zu entgegnen:
ad (1) Der Affekt des Lachens ist kein Gegenstand unserer explizit unpsychologischen Untersuchung. Daß Valentins Texte diesen Affekt seit Jahrzehnten auszulösen vermögen, als komische Texte "etabliert" sind, ist gleichwohl eine unserer, der Rezeptions-geschichte entnommenen, Voraussetzungen. Die vorliegende Arbeit fragt nach den Strukturen und Inhalten der Valentinschen Produktionen, ohne deren komische Wirkung selbst in Frage stellen oder gar messen zu wollen.
ad (2) Unsere Interpretation sieht in Valentin einen Saboteur des "phänomenologischen", alle empirischen Zufälligkeiten transzen-dental erst ermöglichenden, Alltags. Entsprechend allgemein, von allen Kontingenzen "gereinigt", ist das lachende Publikum. Dies bedeutet, daß jeder begrenzenden Zuordnung der Valentinschen Komik, etwa auf das Milieu (den empirischen Alltag) der Volks-sänger und ihres kleinbürgerlichen Singspielhallenpublikums, vorgebeugt wird. Dies bedeutet aber auch, daß das Lachverhalten einzelner, die Valentin nicht oder an den "falschen" Stellen komisch finden, unberücksichtigt bleiben muß.
ad (3) Die Norm, die nach unserer Interpretation von der Valentinschen Komik verletzt wird, ist der Alltag im phänomenologischen Sinne. Dieser ist eine Bewußtseinsleistung, die von allen Menschen, gleich welcher Zeit und Kultur, erbracht werden muß, da ohne sie keine Lebensgestaltung möglich ist. Diese Norm ist unwandelbar, entsprechend überzeitlich und "interkul-turell", "intersexuell", "intergenerationell" etc. ist die Komik Karl Valentins.
An diese Ausführungen könnten sich nun wiederum drei weitere Fragen anschließen, zunächst: Kann Valentins Komik nicht auch als eine Komik des empirischen Alltagslebens interpretiert werden?
Selbstverständlich kann das phänomenologisch-transzendentale Lebenskontinuum nicht "rein" zur Darstellung gebracht werden, sondern bedarf der "Füllung" durch ein empirisch-kontingentes Alltagsleben. Selbstverständlich präsentiert Valentin keine unsichtbaren Transzendentalien, sondern sichtbare Obsthändler-innen, Stehgeiger, Barone, Firmlinge etc. Nur: für die Komik der inszenierten Normverletzungen sind - von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen - Stand, Geschlecht, Alter etc. von untergeordneter Bedeutung. Äußeres Zeichen hierfür ist die häufige Wieder-verwendung komischer Einfälle über alle Kontingenzen hinweg. So hören wir, um nur an ein Beispiel zu erinnern, "Ich brauch keine Uhr, ich schau morgens auf die Turmuhr und merk mir's den ganzen Tag" bald von einem "klassischen" Sänger ("Die Uhr von Löwe"; Sämtliche Werke, Bd.1, S.193), bald von einem Blödsinns-Redner ("Kragenknopf und Uhrenzeiger"; Sämtliche Werke, Bd.1, S.97), bald von einem Uhrmacher ("Im Uhrmacherladen"; Sämtliche Werke, Bd.3, S.127).
Eine zweite Frage könnte lauten: Sind die bisherigen Komiktheorien zur Valentin-Interpretation nicht ausreichend?
Zur Beantwortung sei zunächst Thomas Rentsch zitiert, der die radikale Neuartigkeit der Valentinschen Komik wie folgt beschreibt:
"Komik war stets ein Grenzphänomen. Bis ins 19.
Jahrhundert setzte sie insbesondere ein festes
soziales oder ethisches Bezugsfeld voraus. Die
Komik Valentins ist demgegenüber in ihrem Wesen
modern, weil sie solche besonderen normativen
Bezugsfelder nicht mehr kennt: Sie bezieht sich
nicht mehr partikular auf bestimmte soziale, mo-
ralische oder politische Situationen, sondern
universal auf die Sprach- und Weltsituation des
Menschen, auf deren Räumlichkeit, Leiblichkeit
und Zeitlichkeit, auf das ganze menschliche Leben,
auf die Form der Welt - wie die Philosophie und
die moderne Dramatik (z.B.Beckett). Sie radikali-
siert sich so zur autonomen Komik."[1]
Nach dieser Einschätzung, die wir teilen, müßte zur Valentin-Interpretation eine Komiktheorie angewandt werden, die auf diesen allgemeinen Lebens- bzw. Weltbezug des Menschen rekurriert. Von den etablierten und ausgearbeiteten Komiktheorien kämen dafür wohl nur die von Henri Bergson ("Das Lachen"; 1900), Joachim Ritter ("Über das Lachen"; 1940), und Helmuth Plessner ("Lachen und Weinen"; 1941) in Betracht. Alle drei Theorien sind für die vorliegende Arbeit von grundlegender Bedeutung: Von Bergson übernehmen wir die Auffassung von der Komik jeder unflexiblen Lebensbewältigung.[2] Ferner übernehmen wir Bergsons soziologische Deutung des Lachens als eine Straf- und Erziehungsmaßnahme, die von der auf die Flexibilität jedes einzelnen angewiesenen Gesellschaft über den komischen Versager in ihren Reihen verhängt wird.[3] - Von Ritter übernehmen wir die Auffassung, daß sich im Komischen, das immer ein "der Lebensordnung Entgegenstehendes" ist, die "geheime Zugehörigkeit des Nichtigen zum Dasein"[4] zeigt. - Von Plessner übernehmen wir die Deutung des Lachens als eine Reaktion auf den Konflikt zwischen Norm und Erscheinung, ein Konflikt, für den der Mensch schon dadurch prädestiniert scheint, daß er zugleich Geist- und Leibwesen, aber auch zugleich Individuum und Sozialwesen ist.[5]
Die vorliegende Arbeit geht nun - im Zuge einer alltagsphäno-menologischen Interpretation der Valentinschen Komik - über die genannten Ansätze hinaus. So erfährt die "mangelnde Flexibilität", von der Bergson spricht, eine Umdeutung zur mangelhaften Situationsbewältigung, deren Preis die Hemmung des Lebensweltkon-tinuums vertrauter Situationen ist. Mit Hilfe der Relevanzentheo-rie Alfred Schütz' kann dabei eine Präzisierung erfolgen, die von der Komiktheorie Bergsons weder geleistet noch angestrebt wird. Die Präzision der Valentinschen Alltagssabotagen rechtfertigt je-doch dieses Vorgehen.- Ebenso erfährt Ritters Begriff von der "Nichtigkeit des Daseins" eine pragmatische Umdeutung und damit auch eine Näherbestimmung: Dieses Nichtige ist nämlich für unsere Valentin-Interpretation (Kap. 2.1 bis 2.3) das Scheitern der Situations- und Lebensbewältigung, bzw. (Kap. 2.4) die exi-stenzielle Begrenzung der Lebenswelt durch Angst und Tod. Das Nichts meldet sich also in der Autonomie der Relevanzen (den "kri-tischen" Diskontinuitäten), bzw. in der existenziellen (von der Angst entdeckten) Irrelevanz der Sterbenswelt. Die pragmatische Umdeutung des "Nichtigen" zum "Mißlingenden" ergibt sich aus dem pragmatischen Interesse (Heidegger: der "Sorge") des natürlich eingestellten Daseins selbst. Daß Valentins Komik vorrangig Störungen des Handelns, der alltäglichen Lebenspraxis, inszeniert, kann nach den im Rahmen der vorliegenden Arbeit aufgereihten Textausschnitten kaum bestritten werden und stellt auch einen Grundkonsens der bisherigen Valentin-Interpretationen dar. - Der von Plessner untersuchte Konflikt zwischen Geist und Leib erscheint durch die Hinzunahme der Schützschen Theorie vor allem als Konflikt zwischen Entwurf und Handlung. Der Konflikt zwischen Ich und Gesellschaft erscheint als Konflikt sozialer Handlungen. Die von Schütz eingeführten Unterscheidungen erlauben auch hier eine detaillierte Analyse der Erscheinung und der Normverletzungen Valentins.
Unsere Valentin-Interpretation wäre ohne das von Bergson, Ritter und Plessner geschaffene Fundament nicht ausführbar, gleichwohl ergibt sich für uns die Möglichkeit, diese etablierten Komiktheo-rien alltagsphänomenologisch aufzufassen und zu erweitern. Den Nachweis der auf diese Weise hinzugewonnenen Kategorien im Werk Valentins glauben wir mit der vorliegenden Arbeit zu erbringen.
Eine dritte Frage könnte sein: Kann aus der Valentin-Interpre-tation der vorliegenden Arbeit nicht eine allgemeine Komiktheorie abgeleitet werden? Ist nicht generell die Hemmung des Lebenswelt-kontinuums ein komischer Gegenstand?
Zur Beantwortung müssen wir an das bereits oben Gesagte anknüpfen: Solange das komische Subjekt nicht als empirisches, d.h. einer bestimmten Zeit, Kultur, Region etc. angehörendes Subjekt be-trachtet wird, bietet sich in der Tat die Möglichkeit, aus der phänomenologischen Methode eine allgemeine Komiktheorie abzulei-ten. Diese lautet in einer groben Formulierung: "Das transzen-dental-phänomenologische Subjekt strebt danach, jede Störung des transzendental-phänomenologischen Lebensweltkontinuums zu korri-gieren und künftigen Störungen vorzubeugen. Dies kann auch dadurch geschehen, daß es die Störung als einen komischen Gegenstand wahrnimmt, auslegt und behandelt." Dabei ist allerdings hinzu-zufügen, daß die Thematisierung des transzendental-phänomeno-logischen Lebensweltkontinuums vor dem 19./20. Jahrhundert (vgl. Einleitung) kaum anzutreffen ist, wodurch die Anwendungsmög-lichkeiten dieser phänomenologischen Komiktheorie stark einge-schränkt sind. Für die Interpretation der modernen Komik dürfte sie sich - zusammen mit dem in unserer Arbeit vorgestellten Verfahren - allerdings bewähren: Diskontinuitäten des Wahrnehmens und Urteilens, Hemmungen des Lebenslaufes, mißratenes (Mitein-ander-)Handeln und (Miteinander-)Sprechen, provokante Verletzun-gen existenzieller Grenzen finden sich nicht nur bei Karl Valentin: Man denke nur an die unerwartbar rasanten Verfolgungs-fahrten des komischen Stummfilms und den episodischen Berufs-wechsel seiner chronisch unpraktischen, mißverstandenen, anarchi-stischen, letztlich sozial isolierten Helden, die gelegent-lich auch - ohne Furcht und Angst - an den Außenfassaden von Wol-kenkratzern herumturnen und sogar Flugzeugabstürze überleben. Wird jemals die Geschichte der Komik des 19. und 20. Jahrhunderts geschrieben, böte nach unserer Einschätzung die Phänomenologie des Alltagslebens den hermeneutisch fruchtbaren Zusammenhang dazu, und in diesem würde auch das Werk Karl Valentins eine bleibende Würdigung erfahren.
Die Arbeit interpretiert das Werk Karl Valentins im Kontext der im Verlauf des 19./20.Jhds. in zahlreichen wissenschaftlichen und künstlerischen Disziplinen festzustellenden Thematisierung des Alltags. Dessen Strukturen freizulegen, ist das Ziel des Ersten Teils, wobei zur Orientierung die Analysen der Phänomenologen Edmund Husserl, Alfred Schütz und Martin Heidegger herangezogen werden. Kontinuität, Pragmatik, Sprachlichkeit und Begrenztheit erweisen sich so als transzendentale (alle Empirie erst ermög-lichende) Konstituentien des alltäglichen Lebens. Der Zweite Teil möchte nun zeigen, wie Karl Valentin mittels inszenierter Diskon-tinuitäten, Handlungs- und Sprachstörungen sowie durch das Über-schreiten existenzieller Grenzen Komik erzeugt. Diese komischen "Alltagssabotagen" werden dabei nicht als bloße Negationen, son-dern vielmehr als vorurteilslose und detaillierte Infragestel-lungen ("Einklammerungen") des vermeintlich selbstverständlichen Alltagslebens gedeutet. Das Ergebnis der Arbeit ist: Die von der zeitgenössischen (theoretisch-wissenschaftlichen) Phänomenologie aufgewiesenen Strukturen sind als Zielobjekte komischer Destruk-tion auch im Werk Karl Valentins nachweisbar. Husserl, Schütz, Heidegger und Valentin haben dasselbe Thema: den für die natür-liche Einstellung "selbstverständlichen" Alltag.
Die Texte Karl Valentins werden soweit möglich nach der - auf ins-gesamt acht Bände angelegten - kritischen Edition der "Sämtlichen Werke" (Hgg.: Helmut Bachmaier und Manfred Faust) zitiert:
Karl Valentin: Sämtliche Werke, Bd.1 (Monologe und Soloszenen),
hg.v. Helmut Bachmaier und Dieter Wöhrle, München 1992.
Ders.: Sämtliche Werke, Bd.2 (Couplets), hg.v. Helmut Bachmaier
und Stefan Henze, München 1994.
Ders.: Sämtliche Werke, Bd.3 (Szenen), hg.v. Helmut Bachmaier und
Stefan Henze, München 1995.
Ders.: Sämtliche Werke, Bd.6 (Briefe), hg.v. Gerhard Gönner,
München 1991.
Die im Rahmen der "Sämtlichen Werke" noch nicht veröffentlichten
Texte werden soweit möglich zitiert nach:
GW = Karl Valentin: Gesammelte Werke in einem Band, hg.v. Michael
Schulte, München 1990 (4.Aufl.).
Die weder in den bereits erschienenen Bänden der "Sämtlichen Werke"
noch in GW enthaltenen Texte werden nach den in 19 Mappen geordneten
Typoskripten und Manuskripten des sog. "Kölner Nach-lasses" zitiert, wobei
jeweils die von Valentin selbst stammende Repertoire-Nummer sowie die Nummer
der Mappe und die vom Theater-museum Köln-Wahn verliehene Signatur
angegeben werden.
An einigen Stellen wird auf noch nicht erschienene Bände der
"Sämtlichen Werke" verwiesen, die geplante Erscheinungsfolge lautet:
- Bd.4 (Dialoge): 1996.
- Bd.5 (Stücke): 1997.
- Bd.7 (Autobiographisches und Vermischtes): Frühjahr 1996
- Bd.8 (Filme und Filmprojekte): Herbst 1995.
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- Ideen I = Ideen zu einer reinen Phänomenologie und phänomenolo-
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reine Phänomenologie (Hua III,1).
- Ideen zu einer reinen Phänomenologie und phänomenologischen Phi-
losophie. Zweites Buch. Phänomenologische Untersuchungen zur
Konstitution (Hua IV).
- Phänomenologische Psychologie (Hua IX).
- Zur Phänomenologie des inneren Zeitbewußtseins (1893-1917)
(Hua X).
- Formale und transzendentale Logik, Versuch einer Kritik der lo-
gischen Vernunft (Hua XVII).
- Logische Untersuchungen. Zweiter Band. Untersuchungen zur Phäno-
menologie und Theorie der Erkenntnis. Erster Teil (Hua XIX,1).
- Briefwechsel. Teil 4 [Die Freiburger Schüler] (Hua, Dokumente,
Bd. III).
Ebenfalls im Rahmen der "Husserliana" ist erschienen:
- Karl Schuhmann: Husserl-Chronik, Denk- und Lebensweg Edmund
Husserls (Hua, Dokumente, Bd.1).
Außerhalb der "Husserliana" ist erschienen:
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Ludwig Landgrebe, Hamburg 1985 (6.Aufl.).
Richard Kozlowski: Die Aporien der Intersubjektivität, eine
Auseinandersetzung mit Edmund Husserls Intersubjektivitäts-
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Ernst Wolfgang Orth (Hg.): Perspektiven und Probleme der Husserl-
schen Phänomenologie, Beiträge zur neueren Husserl-Forschung,
München 1991.
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Lexikon, Stuttgart 1989, S.380-387.
Ders.: Martin Heidegger - Das Sein und der Tod, eine kritische
Einführung, München 1989.
SA = Alfred Schütz: Der sinnhafte Aufbau der sozialen Welt, eine
Einleitung in die verstehende Soziologie, Frankfurt am Main
1991 (5.Aufl.; zuerst: Wien 1932).
Strukturen I = Alfred Schütz/Thomas Luckmann: Strukturen der
Lebenswelt I, Frankfurt am Main 1991 (4.Aufl.).
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Alpensängerterzett: s. Schuhplatten Text!
alte stürzt, es ändern sich die Zeiten, Das: 149
Am Heuboden: 167, 179f., 213
An Bord: 176, 186, 205, 233
Andreas Papp: 141, 154, 249, 250
Anklage von K.V.: 190
Aquarium, Das: 181, 226
Architekt Sachlich: 136
Auf dem Flugfeld: 249
Auf dem Marienplatz: 191
Auf der Entenjagd: 211
Auf der Oktoberfestwiese im Jahre 1926: 134, 142, 150, 197
Aus guter alter Zeit: 162
Auskunft auf der Landstrasse: 132
Aus nichts - Magermilch: 155, 244, 254 (Fußnote 14)
Bahnhofszene: 139, 153, 161f., 169, 184f.
Beim Arzt: 183f.
Beim Rechtsanwalt: VIII, 211, 224, 230, 232, 234, 235
Beim Tiefsee-Taucher: 178f.
Beim Zahnarzt: 235
Bierkrampf: 205
billige Jakob, Der: 206, 210f., 221
Bittsteller, Der: 142, 143, 152, 160, 164, 168, 207, 214, 215, 234, 240, 250
Brief aus Bad Aibling: 134, 184, 206f., 219, 223
Brillantfeuerwerk, Das (Ein Sonntag in der Rosenau): 130, 138f., 141, 156, 157, 177, 186
Buchbinder Wanninger: s. Telefon-Schmerzen!
Chinesisches Couplet: 205
Christbaumbrettl, Das: 130, 136, 141, 143f., 151, 160, 168, 184, 192, 203f., 229, 239
Clownduett oder die verrückten Notenständer, Das: 131f., 141, 167, 200, 218
Dös is a Musi: 147
Dreissigjaehrige Krieg, Der: 185 (Fußnote 25)
Ehescheidung vor Gericht: 166, 198
Ehrgeiz: 158
Einzelne Witze von Karl Valentin: 159, 168f., 177, 206, 212, 221, 228
Erbschaft, Die: 155
1.Narrenrede: 133
Er und Sie!: 185
Es schneit: 142
Familien Sorgen: 138
Feuerwehrtrompeter, Der: 150f., 165, 182
fidele Münchner Stadtratssitzung anno dazumal, Eine: 135, 151, 205f., 228
Firmling, Der: 154f., 160, 168, 199, 201, 202f., 229, 246, 247
Fragebogen, Der: 225
Frau aus dem Volke, Eine: 183, 204
Frau Funktionär, Die: 239
Fremdenfahrt in München 1946: 169
Freundes Brief, Des: 198, 218f.
Fußball-Länderkampf: 141
Funk-Reportage: 190
Futuristische Couplet, Das: 133
Ganz neue, echt hagelbuachane und teils ungereimte Schnaderhüpfl: 232
Gegenwart: 244 (Fußnote 9), 251
Gemeindesorgen auf dem Land: 234
Gespräch über Radiosendungen (Klassische Musik): 147
Grammophongebrauchsanweisung: 214
Großfeuer in Unterhizzing: 135, 141, 150, 166, 190, 207, 222, 231, 239, 240
Hahaha - Unglücksfälle sind lustige Sachen!: 246
Hänschen als Sportsmann: 152f.
halberzählte Witz, Der: 138
Hasenbraten, Der: 209
Hausmoasterin, Die: 204
"Heiliger Abend" - abgesagt: 241
Heirats-Annonce, Die: 169, 189
"Herr Harry - ans Telephon!": 192
Herr Leidenreich: 224
Herzog kommt, Der: 141, 150, 164f., 188, 220, 239
Hinrichtungsszene, Eine: 248
Historisches: 185
Hochwasser: 151
Hohes Alter: 251
Humoristische Zeitungsannoncen: 139, 142
Ich bin ein armer, magerer Mann: 246
Ich komme von der Hölle 'rauf!: 143, 230f., 249
Ich suche eine neue Köchin: 162f., 254 (Fußnote 11)
Im Fotoatelier: 139f., 143, 151, 155, 182, 200f., 209, 227, 248
Im Gärtner-Theater: 135, 136f., 140, 158f., 198f.
Im Jenseits: 250
Im Kino: 167, 190
Im Uhrmacherladen: 131, 259
Jm Schallplattenladen: 129f., 159, 168, 197, 201, 228
Im Schirmladen: 157
Im Senderaum (Der Antennendraht): 148, 152, 165f., 186, 200
Im Theaterbüro: 215f.
In der Apotheke: 176, 199, 200
In der Schreinerwerkstätte: 211, 226, 248
Jagdsport: 212f.
junge Dichterin, Die: 224f.
Karl Valentins (Kleine) Selbstbiographie: 251
Karl Valentins Olympia-Besuch 1936: 141, 162, 163
Karl Valentin spricht mit einem Chinesen: 199f.
Kasperl und der Kaminkehrer: 251
Katzenjammer-Jmpf-Serum: 178, 223
Klagelied einer Wirtshaussemmel: 252
Klagelied und Abschied vom Zinndeckel: 247
komischer Liebesbrief, Ein: 188
Kragenknopf und Uhrenzeiger: 134, 141, 259
Kriege, Die: 243
Laternenanzünder aus der alten Zeit, Ein: 160
Lebenslauf eines Wassermädchens, Der: 246
Lehrer und Schüler: 182
Leichtsinn: 242
Lernt Autoen!: 238f.
Liliputaner auf der Oktoberwiese: 155
Lora: 174
Lustige Reklame v.K.V.: 160
Mädchen vom Land, A: 237 (Fußnote 28)
Menagerie: 227
Menschenfresser: 169, 244
Menter Xaver hat Zahnweh, Der: 229
Mikrofon ist eingeschaltet, Das: 188f.
Minen-Hungerkünstler: 242, 254 (Fußnote 14)
Mir hat geträumt: 204
Mir pressierts: 199
Mitternachtsständchen, Ein: 130, 231
Mondrakete, Die (Der Flug zum Mond im Raketenschiff): 130, 140f.,
151, 152, 158, 167, 246, 248
Moritaten-Saenger (Variante: Valentin - So-lo als Drehorgelmann):
170-174
Moritat Margareta bei der Straßenbahn: 142, 156
München anno dazumal: 243
München und seine Vorstädte: 201, 204, 252f.
Nein: 216
neue Buchhalter, Der: 192f., 209, 222, 225
Neue Lichtbilder: 249
Neue Verkehrsordnung: 205
neue Villa, Die: 138, 205
Neues vom Starnberger See: 133, 134, 175, 227f.
Ohrfeigen: 208
Oktoberfest 1927: VII (Fußnote 5), 247
Oktoberfestschau: 143, 155
Pessimistischer Optimismus: 251f.
Philharmonische Orchester, Das: 141
Photograph, Der: 131, 150
Posaunensolo mit Posaunenbegleitung, Ein: 129
Pressemeldungen: 190
Prosit Neujahr!: 254 (Fußnote 6)
Quo vadis: 167
Raubritter vor München, Die: 132f., 136, 137, 141, 146, 148, 161,
162, 166f., 169, 185, 191, 231, 239f., 240f., 245, 247, 249, 251
Regen, Der: 181, 197, 214
reparierte Scheinwerfer, Der: 139, 157f., 161, 168, 207, 229, 230
Rezept zum russischen Salat: 133
Riesenblödsinn: 152
Riesenrad-Karussel: 155
Ritter Unkenstein: 183, 185, 217, 240, 242, 248 (Hinrichtung von Ritter Lenz), 248, 249f.
Romanze in C-Moll: 133
Schlacht bei Ringelberg, Die: 138, 185
Schlamperei, Eine: 244f., 248, 250
schneidiger Soldat, Ein: 166
schöne Zilli, Die: 237 (Fußnote 28)
Schuhplatten Text (Alpensängerterzett): 188, 235
Schwieriger Kuhhandel: 218, 232f.
Semmelnknödeln: 160, 226
D'Sennerin auf der Alm: 237 (Fußnote 28)
Sepp, Der: 213
Sie weiss nicht, was sie will: 153f.
Silberne Hochzeit, Die: 197
Sind sie nicht der Herr Gabler?: 207
Sisselberger vor Gericht: 149
Sprachforscher: 222f.
Sturzflüge im Zuschauerraum: 140, 239
Taucherlied: 252
Telefon-Schmerzen (Buchbinder Wanninger): 192, 193, 211f., 213, 225, 236 (Fußnote 6)
Text zu Lichtbilder Berühmter Persönlichkeiten: 155
Theaterbesuch, Der: 140, 154, 156, 163, 174, 175, 178, 200, 216, 219f., 220, 222
Theater in der Vorstadt: 130, 141, 142, 153, 156, 164, 168, 182, 196f., 198, 204, 207f., 216
Transportschwierigkeiten: 137, 233
Ueble Angewohnheiten (Die Gell-Seuche): 204
Uhr von Löwe, Die: 129, 258
Um das braune Band: 155
Umzug, Der: 144, 151, 176f.
Umzug in Giesing: 186f.
Unsere Haustiere: 182f.
Unterbrechungen: 215
Valentins Jugendstreiche: 184, 233
Vergeßlich: 204
verhängnisvolles Geigensolo, Ein: 150, 161, 206
verlorne Brillantring, Der: 138
Vogelausstellung, Die: 164
Vogelhändler, Der: 131, 223
Volkssänger in der Ritterspelunke: 154, 162, 187, 202
Vom eigenen Willen: 254 (Fußnote 6)
Vom Wohnungsamt: 147f.
Vorsicht!! Nerven - Hochspannung!!!: 176
Vorstadtkind, Ein: 183
Wappenkunde am Stammtisch: 230
Was man alles machen kann: 181, 239
Weltanschauung: 156, 191
Wer schlägt den Luckas: 148, 154, 174f., 180
Wie heisst der Notenwart?: 165, 187, 221
Wie Karl Valentin das Schützenfest 1927 erlebte: 165
Wir kaufen ein Hotel: 228f.
Wissen Sie schon......: 217
Wochenschau: 190
Wo ist meine Brille?: 131, 141
Zeuge Winkler: 209, 229, 232
Zirkuskauf, Der: 152, 163, 214f.
Zwangsvorstellungen: 135, 140
Zwei Frauen unterhalten sich über die Atombombe: 136
Zweite Tenor fehlt, Der: 189
Ausdrücklichen Dank schulde ich für langjährige Unterstützung, Geduld und Zuspruch meinen Eltern Manfred und Edith Henze in Konstanz, meinen Schwiegereltern August und Christel Heizmann in Duchtlingen (Hegau) und meiner Frau Andrea Heizmann.
Meinem Doktorvater Prof.Dr. Helmut Bachmaier danke ich für eine nie nachlassende - stets auf Mitarbeit ausgerichtete - Förderung, ohne die ich meinen Weg weder durch die anonyme Institution Universität noch durch das Dickicht des Methodenstreits gefunden hätte.
Ferner gilt mein Dank den Professoren Manfred Faust und Joachim Paech, die beide spontan bereit waren, als Gutachter bzw. als mündlicher Prüfer der Prüfungskommission anzugehören.
Stefan Henze,
Volkertshausen im Hegau, Juni 1995.
Als erstes Kind des Augenoptikermeisters Manfred Henze und seiner Frau Edith Henze, geb.Streubel, wurde ich am 21.6.1964 in Nürnberg geboren. Dort wurde ich 1970 eingeschult, 1974 folgte der Wechsel auf das mathem.-naturwiss. "Hans-Sachs-Gymnasium". Nach dem Umzug der Familie nach Konstanz 1980 besuchte ich dort das mathem.-naturwiss. "Alexander-von-Humboldt-Gymnasium", wo ich 1984 die Allgemeine Hochschulreife erwarb. Vom Juli 1984 bis September 1985 absolvierte ich meinen Grundwehrdienst in Manching und Memmingen. Im Wintersemester 1985/86 begann ich an der Universität Konstanz das Studium der Philosophie und Neueren deutschen Literatur. Im Wintersemester 1988/89 studierte ich an der Universität Zürich (u.a. zur Philosophie des 19.Jhds. bei Prof.Dr. Helmut Holzhey). Am 16.12.1991 konnte ich in Konstanz mein Studium als Magister Artium abschließen. Das Thema meiner mit der Note "sehr gut" beurteilten Magisterarbeit im Fach Philosophie lautete: "Die Vor-Struktur des Verstehens in der Hermeneutik des Johann Martin Chladenius". Im Fach Philosophie studierte ich vor allem bei Prof.Dr. Jürgen Mittelstraß, im Fach Neuere deutsche Literatur vor allem bei Prof.Dr. Helmut Bachmaier, der seit dem Sommersemester 1992 auch die vorliegende Dissertation betreute. Im Rahmen der Edition der Sämtlichen Werke Karl Valentins fungierte ich als Mitherausgeber (mit Helmut Bachmaier) des Zweiten und Dritten Bandes. Seit 3.5.1995 bin ich mit Frau Andrea Heizmann, M.A. verheiratet.
Erklärung gemäß § 6 (2) 8. der Promotionsordnung der Universität Konstanz
Hiermit erkläre ich, daß ich die vorliegende Arbeit selbständig gefertigt, keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt und wörtlich oder inhaltlich übernommene Stellen als solche kenntlich gemacht habe.